ab-wann-geben-sich-männer-keine-mühe-mehr

Ab wann geben sich Männer keine Mühe mehr?

Am Anfang fühlt sich alles leicht an. Dein Partner schickt dir spontane Nachrichten, plant Verabredungen und überrascht dich vielleicht mit kleinen Gesten. Doch irgendwann scheint dieses Feuer zu verblassen. Statt gemeinsamer Pläne gibt es Fernseher-Abende, statt Gespräch Tiefe nur noch Alltag.

Das bedeutet nicht automatisch, dass die Liebe verschwunden ist. Beziehungen verändern sich, Routinen entstehen, und die Anfangseuphorie weicht einer ruhigeren Phase. Trotzdem stellt sich irgendwann die Frage: Ab wann gibt sich ein Mann keine Mühe mehr – und was steckt wirklich dahinter?

Bevor man vorschnell von Desinteresse ausgeht, lohnt es sich, genauer hinzusehen. Denn nicht jedes zurückhaltende Verhalten ist ein Zeichen mangelnder Zuneigung. Oft zeigen sich in solchen Momenten eher unterschiedliche Bedürfnisse oder schlichte Überforderung.

Ab wann geben sich Männer keine Mühe mehr – und was das eigentlich bedeutet

In Beziehungen entsteht das Gefühl, dass sich einer „mehr Mühe gibt“ als der andere, oft schleichend. Anfangs steckt viel Energie im Kennenlernen: Man möchte beeindrucken, entdeckt neue Seiten am anderen und zeigt bewusst Interesse. Mit der Zeit aber verschiebt sich der Fokus – vom „Erobern“ hin zum „Bewahren“.

Doch was heißt es eigentlich, wenn ein Mann sich keine Mühe mehr gibt? Es geht selten darum, dass er nichts mehr fühlt. Vielmehr nimmt die bewusste Aufmerksamkeit ab. Die Prioritäten verändern sich, und kleine Gesten, die früher selbstverständlich waren, geraten in den Hintergrund.

Ein Beispiel: Früher schickte er dir am Morgen eine kurze Nachricht, einfach um zu zeigen, dass er an dich denkt. Heute meldet er sich erst spät am Abend – nicht aus bösem Willen, sondern weil Routine eingekehrt ist.

Trotzdem gibt es Anzeichen, die zeigen, dass sich diese Routine in Gleichgültigkeit verwandeln kann. Es lohnt sich, sie zu erkennen, bevor sich Frust festsetzt.

Typische kleine Veränderungen, die auf weniger Mühe hindeuten können

  • Er plant keine gemeinsamen Aktivitäten oder Treffen mehr.
  • Gespräche bleiben oberflächlich oder werden seltener.
  • Aufmerksamkeiten wie Komplimente, kleine Gesten oder spontane Ideen fehlen.
  • Du merkst, dass du diejenige bist, die immer den ersten Schritt macht.

Solche Veränderungen bedeuten nicht automatisch, dass die Beziehung am Ende ist. Doch sie zeigen, dass sich die Dynamik verschoben hat. Der Punkt, an dem Männer sich wirklich keine Mühe mehr geben, liegt meist dort, wo sie innerlich aufhören, Verantwortung für das gemeinsame Miteinander zu übernehmen.

Manchmal passiert das, weil Konflikte ungelöst bleiben. Ein anderes Mal, weil das Gefühl entstanden ist, ohnehin alles selbstverständlich zu machen. Entscheidend ist nicht, wann genau es passiert – sondern ob beide noch bereit sind, etwas daran zu ändern.

Woran du erkennst, dass er sich keine Mühe mehr gibt

Viele fragen sich, ob ein Mann, der sich zurückzieht, einfach nur Zeit braucht – oder ob er das Interesse verloren hat. Es gibt kein einheitliches Bild, aber bestimmte Verhaltensmuster tauchen immer wieder auf.

Wenn sich jemand keine Mühe mehr gibt, ist das oft an der Art zu erkennen, wie er mit Nähe, Kommunikation und Verantwortung umgeht.

1. Er zieht sich im Alltag spürbar zurück.
Früher wart ihr ein eingespieltes Team, heute läuft vieles nebeneinander her. Er verbringt viel Zeit allein oder lenkt sich mit Arbeit, Hobbys oder dem Smartphone ab.

2. Gespräche werden knapp oder unpersönlich.
Fragen wie „Wie war dein Tag?“ bleiben unbeantwortet oder bekommen ein kurzes „Passt schon“. Tiefergehende Themen, die früher selbstverständlich waren, scheinen ihn nicht mehr zu interessieren.

3. Körperliche Nähe und Zuneigung nehmen ab.
Ein Kuss zum Abschied, eine Umarmung zwischendurch – solche Momente werden seltener. Es wirkt, als sei jede Geste zur Routine geworden.

4. Er übernimmt keine Initiative mehr.
Ob Date, Verabredung oder einfach ein gemeinsamer Spaziergang – die Vorschläge bleiben aus. Stattdessen kommt oft: „Mach du, wie du willst.“ Das klingt nach Freiheit, fühlt sich aber nach Distanz an.

5. Er wirkt genervt, wenn du über die Beziehung sprichst.
Sobald du ein Thema ansprichst, das Nähe oder Gefühle betrifft, blockt er ab oder wechselt das Thema.

Natürlich kann hinter all dem auch Überforderung oder Stress stecken. Doch wenn sich diese Muster über Wochen oder Monate halten, signalisiert das meist mehr als nur eine schlechte Phase.

Häufige Anzeichen dafür, dass ein Mann emotional ausgestiegen ist

  • Kaum Interesse an deinem Alltag oder deinen Gedanken
  • Seltene gemeinsame Aktivitäten
  • Weniger Komplimente oder liebevolle Worte
  • Gespräche drehen sich nur noch um praktische Dinge
  • Kein sichtbares Bemühen, Konflikte zu lösen

Wichtig ist, diese Anzeichen nicht isoliert zu betrachten. Manchmal braucht jemand einfach Raum, um sich zu sortieren. Wenn der Rückzug aber dauerhaft bleibt und du das Gefühl hast, dass deine Bedürfnisse keine Rolle mehr spielen, kann das auf eine tieferliegende Veränderung hindeuten.

Der nächste Schritt ist dann, zu verstehen, warum Männer sich zurückziehen – und was wirklich hinter dem nachlassenden Engagement steckt. Denn nur so kannst du einschätzen, ob es sich um eine vorübergehende Phase handelt oder um einen Punkt, an dem sich die Beziehung neu ausrichten muss.

Warum Männer aufhören, sich Mühe zu geben

Es ist selten ein einzelner Moment, in dem Männer das Interesse verlieren. Viel häufiger ist es ein schleichender Prozess, der aus kleinen Situationen entsteht. Viele Frauen merken erst spät, dass etwas nicht mehr stimmt, weil der Rückzug leise beginnt – weniger Gespräche, weniger gemeinsame Pläne, weniger Lust auf Nähe. Doch die Gründe dafür sind oft komplexer, als sie auf den ersten Blick wirken.

1. Routine und Gewohnheit verdrängen die Anfangsdynamik
Am Anfang ist jede Beziehung aufregend. Beide geben viel, um sich gegenseitig zu beeindrucken. Doch irgendwann weicht dieses Feuer dem Alltag. Das ist völlig normal, wird aber dann zum Problem, wenn einer von beiden das Interesse an Entwicklung verliert. Wenn Gespräche nur noch um Arbeit, Haushalt oder Termine kreisen, fehlt Raum für Neues. Viele Männer interpretieren diese Routine fälschlich als Sicherheit, während ihre Partnerin sie als Gleichgültigkeit empfindet.

2. Fehlende Wertschätzung oder Ungleichgewicht
Ein häufiger Grund, warum Männer sich zurückziehen, liegt in der Wahrnehmung, dass ihre Bemühungen nicht mehr gesehen werden. Wer sich dauerhaft bemüht und keine Rückmeldung bekommt, verliert Motivation – das gilt für beide Seiten. Experten weisen darauf hin, dass Menschen Mühe nur zeigen, wenn sie das Gefühl haben, dass sie ankommt. Wird sie als selbstverständlich wahrgenommen, sinkt das Engagement.

3. Überforderung durch äußere Belastungen
Job, Familie, finanzielle Verantwortung oder Sorgen um ein Kind können Energie rauben. Wenn Männer emotional oder mental überfordert sind, fällt es ihnen schwer, gleichzeitig Initiative in der Beziehung zu zeigen. Das hat nichts mit weniger Liebe zu tun, sondern mit Prioritäten, die sich verschieben. Leider wirkt dieser Rückzug von außen oft wie Desinteresse.

4. Konflikte, die unter der Oberfläche bleiben
Unausgesprochene Spannungen führen leicht dazu, dass sich einer innerlich distanziert. Statt über das eigentliche Problem zu sprechen, ziehen sich manche Männer zurück, um Konfrontationen zu vermeiden. Dadurch entsteht eine emotionale Distanz, die sich nach und nach in allen Lebensbereichen bemerkbar macht.

5. Unterschiedliche Erwartungen an Nähe und Freiraum
Manche brauchen regelmäßige Bestätigung, andere mehr Raum für sich. Wenn diese Bedürfnisse nicht zueinander passen, entsteht Unzufriedenheit. Männer reagieren darauf oft, indem sie ihre Energie in andere Lebensbereiche lenken – Arbeit, Sport oder digitale Ablenkungen.

Im Kern geht es selten um fehlende Liebe, sondern um mangelnde Balance. Beziehung braucht Energie, und wer sich dauerhaft überfordert oder unverstanden fühlt, spart zuerst an den kleinen Dingen – Aufmerksamkeit, Zuneigung, Gesprächen. Genau dort zeigt sich, ob es sich um eine vorübergehende Phase oder eine dauerhafte Veränderung handelt.

Der Unterschied zwischen Rückzug und Gleichgültigkeit

Nicht jeder Rückzug bedeutet, dass die Beziehung gescheitert ist. Es gibt Phasen, in denen Menschen Abstand brauchen, um ihre Gedanken zu sortieren. Entscheidend ist, wie lange dieser Zustand anhält und wie jemand reagiert, wenn Nähe wieder möglich wäre.

Ein vorübergehender Rückzug kann Ausdruck von Erschöpfung, Stress oder emotionaler Unsicherheit sein. Gleichgültigkeit dagegen zeigt sich durch Desinteresse – das ehrliche Bedürfnis, die Beziehung aktiv zu gestalten, fehlt dann.

Vergleich: Rückzug oder Gleichgültigkeit?

MerkmalRückzug (vorübergehend)Gleichgültigkeit (dauerhaft)
DauerTage bis wenige Wochenüber längere Zeit, ohne Veränderung
Kommunikationkurzzeitig weniger, aber grundsätzlich offenausweichend oder gar keine Gespräche mehr
Zuneigungkommt in ruhigen Momenten zurückbleibt dauerhaft aus
Reaktion auf Nähepositiv, wenn du Initiative zeigstablehnend oder gleichgültig
Alltaggegenseitige Rücksicht, auch wenn stilljeder lebt nebeneinander her
GefühlsebeneUnsicherheit, aber noch Bindungemotionale Distanz, kaum Interesse

Der Unterschied zeigt sich also weniger in Worten, sondern in Reaktionen. Wenn du sagst, dass dich etwas stört, und er darauf eingeht, ist das Rückzug. Wenn er gar nicht reagiert oder das Thema komplett ignoriert, steckt meist Gleichgültigkeit dahinter.

Warum Timing entscheidend ist

Viele Paare erkennen zu spät, dass sie in verschiedene Richtungen laufen. Wenn er sich nur vorübergehend zurückzieht, helfen kleine Gesten: gemeinsame Aktivitäten, ehrliche Gespräche, Interesse am Alltag des anderen. Bei echter Gleichgültigkeit dagegen prallt jedes Bemühen ab – dann sollte man prüfen, ob beide überhaupt noch das gleiche Ziel haben.

Wie du mit Rückzug umgehen kannst

Es bringt wenig, Druck zu machen oder ständig zu fragen, „was los ist“. Männer reagieren auf emotionale Forderungen häufig mit noch mehr Distanz. Besser ist, zunächst Raum zu lassen und gleichzeitig aufmerksam zu bleiben. Beobachte, ob er nach einer gewissen Zeit wieder auf dich zukommt oder ob alles beim Alten bleibt.

Praktische Hinweise, um die Situation einzuordnen:

  • Gib euch bewusst Zeit, aber setze innerlich eine Grenze, wann du Klarheit willst.
  • Rede offen, aber ruhig, über das, was du vermisst.
  • Achte darauf, wie er reagiert: Verständnis oder Abwehr?
  • Schau, ob noch gemeinsame Pläne entstehen oder ob er sich entzieht.

Wenn du feststellst, dass nichts mehr zurückkommt, ist das kein Versagen, sondern ein deutliches Signal. Beziehungen enden selten abrupt – sie verlaufen aus, wenn niemand sie aktiv hält. Wer das erkennt, kann rechtzeitig reagieren, statt sich still zurückzuziehen.

Was du tun kannst, wenn dein Freund sich keine Mühe mehr gibt

Wenn du das Gefühl hast, dass dein Partner sich zurückzieht, willst du meist sofort wissen, warum. Doch bevor du überlegst, was mit ihm los ist, lohnt sich ein kurzer Blick auf dich selbst. Nicht im Sinne von Schuld, sondern von Klarheit: Was brauchst du eigentlich gerade, und was fehlt dir konkret?

Viele Beziehungen geraten an diesen Punkt, weil beide denken, der andere „müsste doch merken“, was los ist. Aber niemand kann Gedanken lesen. Deshalb ist es hilfreich, aus der Grübelspirale herauszugehen und aktiv zu werden.

Schritt 1: Wahrnehmen, nicht bewerten

Bevor du reagierst, beobachte, was sich tatsächlich verändert hat. Ist es ein neues Verhalten oder schon länger so? Reagiert er auf deine Versuche, Nähe herzustellen, oder blockt er komplett ab? Diese Beobachtung hilft dir, später gezielter zu handeln.

Schritt 2: Gespräch suchen, ohne Vorwürfe

Der wichtigste Schritt ist oft auch der schwierigste: reden. Aber nicht mit Vorwürfen wie „Du machst nie mehr…“, sondern mit konkreten Beobachtungen. Zum Beispiel: „Mir ist aufgefallen, dass wir kaum noch etwas gemeinsam unternehmen.“ So zeigst du, dass du die Situation beschreibst, nicht ihn angreifst. Das erhöht die Chance, dass er sich öffnet.

Schritt 3: Interesse zeigen statt fordern

Wenn du spürst, dass er auf Abstand geht, versuche, Interesse an seinem Leben zu zeigen – ohne Druck. Frage, wie sein Tag war, oder schlage etwas vor, das ihr früher gerne gemacht habt. So signalisierst du, dass du das Miteinander stärken willst.

Schritt 4: Abstand zulassen

Manchmal hilft es, nicht sofort auf jedes Signal zu reagieren. Wenn Männer merken, dass sie Raum haben, kann das Druck nehmen. In dieser Zeit bekommst du selbst Abstand, um deine eigenen Bedürfnisse klarer zu sehen.

Schritt 5: Grenzen ziehen

Wenn sich trotz offener Gespräche nichts ändert, darfst du Konsequenzen ziehen. Mühe in einer Beziehung sollte beidseitig sein. Wenn du dauerhaft das Gefühl hast, alles allein zu tragen, ist es wichtig, einen Schritt zurückzutreten.

Praktische Tipps, die helfen können, wieder mehr Nähe aufzubauen:

  • Unternehmt bewusst etwas, das euch früher Spaß gemacht hat.
  • Sprecht über Themen außerhalb des Alltags.
  • Erinnert euch an gemeinsame Pläne oder kleine Routinen.
  • Zeige Anerkennung, wenn er Initiative zeigt.
  • Prüfe, ob du selbst vielleicht zu oft in der Erwartungshaltung bist.

Es geht nicht darum, wer sich „mehr Mühe“ gibt, sondern ob beide noch die gleiche Richtung wollen. Wenn du merkst, dass er reagiert, lohnt es sich, dranzubleiben. Wenn nicht, ist es manchmal gesünder, einen klaren Schnitt zu machen, als sich in Hoffnung zu verlieren.

Wann es Zeit ist, Konsequenzen zu ziehen

Manchmal hilft kein Gespräch, keine Geste, kein neuer Versuch. Dann steht die Frage im Raum: Wann ist der Punkt erreicht, an dem du loslassen solltest? Es gibt keine allgemeingültige Regel, aber bestimmte Situationen wiederholen sich, wenn eine Beziehung ausläuft.

Wenn du das Gefühl hast, dass du alles gibst und nichts zurückkommt, steckt ihr wahrscheinlich in einer Schieflage. Das zeigt sich besonders deutlich daran, dass nur noch einer von beiden aktiv an der Beziehung arbeitet.

Typische Anzeichen, dass sich nichts mehr verändern wird:

  • Er reagiert kaum noch auf Gespräche oder zieht sie ins Lächerliche.
  • Es gibt keine gemeinsamen Pläne mehr, nicht mal kleine.
  • Jede Verabredung fühlt sich wie ein Kompromiss an.
  • Nähe wird vermieden, selbst in alltäglichen Momenten.
  • Du spürst, dass du dich anstrengst – und trotzdem nichts passiert.

Wenn mehrere dieser Punkte zutreffen, ist es wahrscheinlich, dass die Beziehung einseitig geworden ist und die Energie nicht mehr von beiden Seiten kommt.

Was dir hilft, in dieser Phase klarzubleiben

  • Erkenne an, dass du nicht alles kontrollieren kannst.
  • Halte dich an Routinen, die dir Stabilität geben – Sport, Freunde, Hobbys.
  • Überlege, welche Art von Beziehung du dir langfristig wünschst.
  • Achte auf dein eigenes Wohlbefinden, nicht nur auf seine Reaktionen.

Wenn du merkst, dass dich die Beziehung mehr kostet, als sie dir gibt, darfst du dich fragen, ob das wirklich noch das richtige Umfeld für dich ist. Liebe lebt von Gegenseitigkeit, nicht von ständiger Anpassung.

Es kann schwerfallen, diesen Schritt zu gehen, besonders wenn ihr lange zusammen wart oder du dir viel erhofft hast. Aber manchmal ist das Loslassen der einzige Weg, um wieder zu dir selbst zu finden. Nur wer Raum schafft, kann Neues entstehen lassen.

Wenn du bleibst – oder gehst

Falls du dich entscheidest, zu bleiben, tu es bewusst. Nicht, weil du hoffst, dass „schon wieder alles wird“, sondern weil du erkennst, dass es noch Potenzial gibt. Dann sollten klare Gespräche und kleine Veränderungen folgen. Wenn du gehst, dann nicht aus Trotz, sondern aus Selbstschutz. Das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Selbstachtung.

Konsequenzen zu ziehen bedeutet, Verantwortung für dich selbst zu übernehmen. Es ist der letzte Schritt, wenn du erkennst, dass die Balance dauerhaft verloren gegangen ist.

Wenn Männer sich wieder Mühe geben – und was dann wichtig ist

Nicht jede Beziehung, in der einer sich zurückzieht, ist automatisch verloren. Viele Männer beginnen nach einer Phase der Distanz wieder, Initiative zu zeigen – oft dann, wenn sie spüren, dass sie etwas verlieren könnten oder wenn sie selbst reflektiert haben, was ihnen fehlt. Entscheidend ist, was danach passiert.

Wenn ein Mann sich wieder Mühe gibt, erkennst du das nicht an großen Gesten, sondern an kleinen Veränderungen. Er sucht wieder von sich aus Kontakt, schlägt Treffen vor oder interessiert sich für deinen Alltag. Das wirkt unspektakulär, ist aber oft ein ehrliches Signal, dass etwas in Bewegung gekommen ist.

Zeichen, dass er sich wieder bemüht

  • Er fragt von sich aus, wie dein Tag war.
  • Er plant gemeinsame Aktivitäten, ohne dass du es anstößt.
  • Er sucht wieder Körperkontakt oder zeigt Zuneigung auf natürliche Weise.
  • Er hört zu, wenn du über deine Gedanken sprichst.
  • Er zeigt Interesse daran, Dinge zu klären statt sie auszusitzen.

Das ist der Moment, in dem viele versucht sind, sofort wieder in alte Muster zu verfallen – dankbar für jede Aufmerksamkeit, die zurückkehrt. Doch Vorsicht: Wenn du jetzt alles so hinnimmst wie vorher, kann das Muster erneut kippen. Wichtig ist, dass ihr neu verhandelt, wie ihr miteinander umgehen wollt.

Was du tun kannst, wenn er sich wieder öffnet

  1. Bleib ruhig und beobachte, ob es konstant bleibt.
    Einmalige Bemühung ist kein Wendepunkt. Wenn er über Wochen aktiv bleibt, ist das ein gutes Zeichen.
  2. Sprich offen über Erwartungen.
    Nicht im Sinne von Forderungen, sondern als Austausch. Sag, was dir wichtig ist, und höre, was er braucht.
  3. Baue gemeinsame Routinen auf.
    Kleine Dinge – ein wöchentlicher Abend, gemeinsame Spaziergänge oder ein Date ohne Handy – schaffen Stabilität.
  4. Zeige, dass du die Veränderung bemerkst.
    Anerkennung wirkt stärker als Kritik. Wenn er spürt, dass sein Einsatz gesehen wird, entsteht Motivation, dranzubleiben.
  5. Vermeide, alte Konflikte sofort wieder aufzurollen.
    Gib neuen Dynamiken Zeit, sich zu festigen, bevor ihr zurückblickt.

Viele Beziehungen überstehen Phasen, in denen einer „aussteigt“. Entscheidend ist, ob beide bereit sind, daraus zu lernen. Wenn er wieder Mühe zeigt, heißt das auch, dass du Raum für Vertrauen schaffen darfst – ohne alles zu vergessen, aber auch ohne ständig an alte Verletzungen zu erinnern.

Letztlich zeigt sich echte Veränderung im Alltag, nicht in Worten. Wenn du spürst, dass seine Gesten wieder von Herzen kommen und ihr euch wieder gegenseitig wahrnehmt, ist das mehr wert als jedes große Versprechen.

Fazit – Mühe ist kein Wettbewerb

In jeder Beziehung gibt es Phasen, in denen das Gleichgewicht kippt. Einer gibt mehr, der andere weniger. Das ist menschlich. Doch auf Dauer funktioniert es nur, wenn beide bereit sind, Verantwortung für das gemeinsame Miteinander zu übernehmen.

Mühe bedeutet nicht, sich zu verstellen oder dauernd etwas zu leisten. Es geht darum, Interesse zu zeigen, präsent zu sein und den anderen ernst zu nehmen. Ob mit Gesten, Worten oder einfach durch Verlässlichkeit – das sind die kleinen Dinge, die eine Partnerschaft tragen.

Wenn Männer aufhören, sich Mühe zu geben, steckt dahinter selten eine einzige Ursache. Es kann Routine sein, Stress, Überforderung oder das schleichende Gefühl, nicht mehr gehört zu werden. Wichtig ist, wie ihr damit umgeht: Schweigen schafft Distanz, Offenheit bringt Klarheit.

Das Ideal ist nicht, dass einer „mehr liebt“ als der andere, sondern dass beide das Gleiche wollen – nämlich eine Partnerschaft, in der man sich gegenseitig wahrnimmt. Wenn du lernst, Veränderungen früh zu erkennen und anzusprechen, bevor sie sich festsetzen, hast du die besten Chancen, dass aus Abstand wieder Nähe entsteht.

Kurz zusammengefasst

  • Männer ziehen sich meist schrittweise zurück, nicht plötzlich.
  • Rückzug bedeutet nicht automatisch Gleichgültigkeit.
  • Offene Kommunikation ist der einzige Weg, um festzustellen, was wirklich los ist.
  • Wer dauerhaft allein um die Beziehung kämpft, darf Grenzen setzen.
  • Mühe ist kein Beweis, sondern Ausdruck von Wertschätzung.

Beziehungen verändern sich. Wichtig ist, dass beide bereit sind, sich immer wieder neu füreinander zu entscheiden – mit Aufmerksamkeit, Geduld und dem Willen, sich nicht aus den Augen zu verlieren.

Inhaltsverzeichnis:

Bereit für ein neues Abenteuer?

50.000+ aufregende test Abenteuer sind hier bereits entstanden

ich bin
ich suche

Mit der Registrierung bestätigst du unsere allgemeinen Geschäftsbedingung, Flirthinweise & Datenschutzhinweise

Das könnte für dich auch interessant sein

Wenn du merkst, dass in deiner Beziehung etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist, wirken schon die kleinsten Veränderungen wie ein Schlag in den Magen. Viele Menschen beschreiben die ersten Stunden und Tage nach dem Verdacht wie ein inneres Chaos. Du probierst, deinen Alltag weiterzuführen, aber gleichzeitig kreisen deine Gedanken immer wieder um dieselbe Frage: „Was […]

Frauen kennenlernen wirkt oft komplizierter, als es eigentlich ist. Viele Männer setzen sich selbst unter Druck, weil sie glauben, dass dafür ein bestimmtes Auftreten, besondere Tricks oder das perfekte Leben nötig wären. In Wirklichkeit funktioniert das Kennenlernen am besten, wenn du entspannt bleibst, aktiv wirst und Gelegenheiten erkennst, die längst da sind. Dieser Artikel zeigt […]

Wenn du getrennt bist und wieder datest, läuft vieles anders als früher. Der Grund ist simpel: Dein Alltag dreht sich nicht nur um dich, sondern auch um deine Kinder, deinen Ex Partner, feste Abläufe und Verantwortlichkeiten. Das bedeutet aber nicht, dass Dating kompliziert werden muss. Es funktioniert, nur eben strukturierter. Was ändert sich beim Dating, […]

Bereit für ein neues Abenteuer?
50.000+ aufregende Abenteuer
sind hier bereits entstanden